Die Idee gefällt mir: mein Kaminfeuer ist an, ein Glas Vino tinto steht neben mir und ich mache einen Schaufensterbummel durch ganz Mallorca. So kann ich mich in aller Ruhe entscheiden, wo ich meinen nächsten Live-Bummel machen möchte.
Schaufenstermallorca ist eine ganz neue Webseite über Mallorca und tatsächlich einzigartig, obwohl es dutzende Mallorca-Webseiten gibt. Im Schaufenster gibt es nämlich nicht nur die sowieso schon bekannten Produkte und Firmen, sondern auch viele andere.
Die “Auslagen” des Schaufensters begeistern mich. Nun hoffe ich nur, dass das Schaufenster in Kürze viel mehr Tipps über Schuhe und Schmuck ausstellt.
Januar 11, 2010
Schaufenster Mallorca – neu im Internet
November 6, 2009
General Motors misshandelt sein Kind Opel
Gebeutelt und blau geprügelt ist Opel schon. Mutter General schlägt weiter, jeder weiß es und statt sie zu bestrafen, bekommt sie dafür viel Geld. Ein amerikanisches Märchen? Vielleicht, aber mit einem traurigen Ende, dass nun mal absolut nicht zur sich vorweihnachtlich anbahnenden Romantik passt. Die Wirtschaftsmärchen von heute sind zu widerlichen, unwürdigen Horrorgeschichten mutiert, die dank uns furchtvoller Arbeiter immer weiter geschrieben werden können.
Tragischerweise ist es immer wieder dasselbe: leicht schieben wir die Schuld auf den bösen Täter und stöhnen in unserer Opferrolle. Leider vergessen wir dabei, dass es böse Täter nur gibt, weil wir es zulassen, dass sie uns in Angst und Schrecken versetzen. Ins Gesicht lachen und umdrehen, wäre der Weg. Wenn das alle täten, ständen die Täter alleine da. Aber dafür braucht es Mut. Viel Mut. Und Mut ist in unserer Gesellschaft an Geld gebunden. Für Geld machen wir mittlerweile alles, weil wir selbst unser Glück an das liebe Geld verkauft haben.
In diesem Sinne runzeln die Deutschland-Vertreter zwar die Stirn, werden ihre 1.500 Millionen großzügig spendierter Steuergelder wohl nie wieder sehen, aber da sie es nicht mit den amerikanischen Brüdern verderben wollen, bleibt es wohl beim folgenlosen Stirnrunzeln. Die armen Opelarbeiter stöhnen und streiken, aber so richtig machen das nur die, denen sowieso keine andere Möglichkeit bleibt, weil ihre Zukunft in Richtung Straße weist . Statt solidarisch in europaweiten Opelstreik zu gehen, geben sich die spanischen Opelkinder lieb und vorsichtig. So schreibt die spanische Tagespresse, dass man in Zaragoza erst mal auf weitere Entscheidungen seitens General Motors warten wolle. Übersetzt also: wir schmeicheln und hoffen auf das Zuckerl! Fazit: Leichtes Spiel für die amerikanische General Motors und viele Nachahmer, die schon darauf warten Europa klein und demütig zu machen.
Liebe Leser, wer jetzt denkt „die hat leicht reden“ irrt sich. Heida Bert redet weder leicht, noch ist sie perfekt!! Aber optimistisch und bereit ihr Sandkörnchen beizutragen.
November 4, 2009
Comercio justo – faires Geschäftemachen
Der Denkanstoss für den Puddingeffekt des Geldes kam von einer Kinderseele, die sich gerade mit dem „comercio justo“ beschäftigen darf. Wunderbare Schulaufgabe und „googlenswert“ für jeden noch restmutigen Erwachsenen.
Mut deshalb, weil wir es doch gar nicht wissen wollen, dass unser herrlicher Kaffee von kaum bezahlten, arm lebenden Arbeitern angebaut und geerntet wird. Unsere Äpfel sollen schön sein und billig. Überhaupt ist das Angebot in den großen Supermärkten doch ach so groß, erschwinglich und hell, dass wir nicht an düstere Produktionsstätten denken wollen. Und unser Gewissen bleibt schnell rein und fein, weil wir mit wenig Geld doch viel Kaufen müssen.
Dabei könnten wir mit ein bisschen Mut viel bewegen. Denn millionenfach viel „Bisschen“ summiert gibt ein stolzes Ganzes. Und wenn es nur die Tüte Kaffee ist, bei der wir darauf achten, wie sie produziert wird.
Übrigens – auch ich habe nur ein „bisschen“ Mut, denn natürlich kaufe ich in Supermärkten ein und habe 15 Paar unvernünftige, dafür glitzernde Sandalen im Schrank.
Der Puddingeffekt – Heida Berts geldtheoretischen Ansichten
Achtung – Sind Sie Finanzexperte, dann lesen Sie bitte nicht weiter. Ich übernehme keinerlei Verantwortung für humormangelbedingtes Stirnrunzeln. Auch leidenschaftliche ErfolgsBWLer sollten ihr Humornivau überprüfen und nur bei großem Volumen desselben auf eigenes Risiko ihrer Agenda zwei wertvolle Leseminuten entziehen. Sollten Sie als BWLer nun trotzdem weiter lesen, dann nehmen Sie es nicht persönlich, dass eine BWLerin den Kosiolschen Lehren abtrünnig geworden ist und sich nun mit dem Puddingeffekt auseinander setzt. Aber für Sie und zur Rettung der Berufsehre: ich habe mein Diplom versteckt, damit die BWLer Welt mit Heida Berts Küchenerkenntnissen keine Schande erleidet!
Aber immerhin habe ich nun respektvoll mehrere Zeilen den ehrwürdigen Finanzberufen gewidmet, bevor ich es wage, über meine heute in der Küche entwickelte Puddingtheorie zu schreiben. Die entstand aus dem natürlichen Wunsch meines Kindes nach einem Nachtisch und meiner braven Rolle als liebende Mutter, diesem Wunsch nachzukommen. Also kochte ich – als Wortkünstlerin habe ich dazu natürlich Zeit, denn mein Wortkunstauftragseingang ist derzeit minimalistisch schlank – eine spanisch süße Versuchung namens „natillas“: Milch in den Topf, reichlich Zucker und ein Päckchen Fertigmischung dazu. Rühren, Kochen und wieder Rühren. Viel Rühren, bis alles abkühlt. Da ist es passiert: aus leicht flüssig wurde dickflüssig und aus einfachen „natillas“ wurde der komplexe Puddingeffekt des Geldes. Anschaulich, wahr und bis auf Finanzexperten mit Sicherheit für jeden verständlich:
Bisher war die Wirtschaft warm und der Geldstrom leicht flüssig. Dank der Gier einiger weniger wurde die Wirtschaft kalt und damit der Geldstrom dickflüssig. Die vielen Geldtropfen aus dem leicht flüssigen Geldstrom, die vielen Menschen reichten, um ein durchaus angenehmes Mittelschichtleben zu genießen, gibt es nicht mehr. Das nun dickflüssige Geld teilen sich einige wenige auf. Nur – viele der Wenigen verdienten reichlich mit der tropfenbesegneten Mittelschicht. Was nun? Irgendwann wird auch auf der größten Privatyacht kein Platz mehr für neue Goldbeschichtungen sein und die Ausgaben zum Schutz der Goldschichten vor auf Abwege geratenen Exmittelschichtlern werden in Goldbarren bezahlt werden müssen.
Was also wäre wenn wir das dickflüssige Geld vergessen, in Konsumstreik gehen, uns auf die Gratisangebote der Natur respektvoll konzentrieren und endlich wieder ehrlich lachen? Die Antwort ist einfach: wenn wir das schaffen, wird der Geldfluss bald wieder dünn und für alle fließen.
Funktioniert tatsächlich auch mit „natillas“ – einfach viel Milch zugeben und Rühren;-)
Ein Winter auf Mallorca
Kalt wie nie präsentiert sich die diesjährige Wintersaison. Nur die Sonne scheint das Desaster zu ahnen, präsentiert sich novemberuntypisch strahlend und versucht uns Insulaner bei über 20 Grad zu wärmen. Doch leider gelingt dies in vielen Fällen nicht, denn die diesjährige Winterkälte kommt von innen, von kalten weil leeren Bankkonten und sorgengeplagten weil arbeitslosen Familienernährern. Ganz bitter sieht es aus. Jobangebote sind Mangelware. Und selbst denjenigen, die Arbeit haben, wird nicht mehr warm. Wie auch, bei Bruttolöhnen, die in den meisten Fällen und bei Vollzeit unter 1.000 Euro im Monat liegen. Kalt und klamm werden Kalkulationen gemacht. Wer bescheiden lebt, zahlt 600 Euro Miete und versucht mit der verbleibenden Handvoll Euro Essen zu kaufen, Versicherungen zu zahlen oder dem Auto ein paar Tropfen Benzin zu gönnen. Selbst bei den schlausten Rechenkünstlern gehen die Haushaltsgleichungen nicht mehr auf und die Beträge auf der Schuldenseite erwischen selbst optimistische Gemüter kalt.
Natürlich gibt es auf der Insel immer noch Geld, viel Geld! Das wird beispielsweise politisch in die Pläne A bis E und sicher bald Z gesteckt und mehr als fragwürdig verbaut. Unternehmer können sich über sinkende Arbeitskosten freuen, denn Kompetenz und Arbeitsleistung gibt es jetzt in Hülle und Fülle zu Schnäppchenpreisen. Leider nutzt das den kleinen Unternehmen wenig. Es sind die wenigen Großen, die sich in der kalten Krise reichlich wärmen dürfen. Auf Kosten der Mittelgroßen, die die Kälte klein und zur traurigen Masse macht. Eine Masse, der nur noch die Hoffnung auf den Puddingeffekt des Geldes bleibt.
August 13, 2009
Schweinegrippe – der Star der Krise
Freude bei den Blattmachern. Dank Schweinegrippe gibt es reichlich Schlagzeilen, die den Zeitungskauf ankurbeln. Denn der krisengebeutelte Bürger ist so an Krisennachrichten interessiert, dass er motiviert alles über die neue Gefahr am Horizont wissen will. Doch will er wirklich alles wissen? Ich behaupte: Nein! Er liebt die Aufregung. Ein harmlosen Niesen mutiert zum aufregenden Gesprächsthema, weil es schweinegrippiges Potential in sich tragen könnte . Denken ist in Krisenzeiten nicht angesagt. Wäre ja auch langweilig, darüber nachzudenken, dass die ganz normale Wintergrippe weitaus mehr Todesfälle fordert, als die berühmte Schweinegrippe. Und Denken ist natürlich nicht erwünscht. Sonst würden Millionen potentieller Impfopfer nach den Nebenwirkungen des auf wundersame Weise neu entstandenen Impfstoffes fragen. Darüber wären die Pharmakonzerne sehr böse, denn das Spiel mit dem panischen Bürger lässt sie Millionen gewinnen. Wenn Gewinne locken, ist ihnen kein Aufwand zu hoch. Haben wir ein Glück! Wenig Glück haben die Millionen, leider nicht kaufkräftigen AIDSinfizierten. Anscheinend ist der AIDS-Verursacher komplett entschlüsselt, aber auf eine schnelle Produktion eines Impfstoffes können die totgeweihten AIDS-Opfer lange warten. Sie sind für die Pharmaindustrie nicht interessant. Ich nenne das unterlassene Hilfleistung mit Todesfolge.
Mein Tipp: Mit dem Impfstoff gleich ein paar Pharmaaktionen mitkaufen, dann können zumindest die Nebenwirkungen mit Aktiengewinnen bei einem erholsamen Urlaub auskuriert werden.
Juni 9, 2009
Neue Homepage für Mallorca Roman
Liebe Freunde, ich gelobe Besserung! Zahlreiche Anrufe und Emails haben mich überzeugt; café con leche muss besser zu finden sein. Deshalb hat mein Mallorcaroman eine eigene Homepage bekommen.Mit Leseauszug, ein paar Informationen zum Buch und noch wenigen Informationen über mich;-). Das Buch kann nun ganz bequem über das Kontaktformular bestellt werden. Jetzt seid ihr dran und dürft fleißig bestellen!
Café con leche findet ihr ab sofort unter dieser Webadresse:
http://mallorcaroman.jimdo.com
April 27, 2009
Mallorca – Insel der Geschichten
Mallorca ist interessant. Doch ich meine damit nicht die herrliche Landschaft, die reichlichen Events oder die für kundige Spürnasen sicher lukrativen Investionsmöglichkeiten. Es sind die vielen Geschichten, die Mallorca und seine Bewohner zu erzählen haben. Geschichten, die bereits Geschichte gemacht haben und unglaublich viele Geschichten, die einem einfach so auf der Straße begegnen. Anekdoten, die viele kennen und noch mehr Erlebnisse, die kaum jemand kennt. Diese kleinen Geschichten nämlich, die erst entdeckt werden wollen, weil sie bisher nicht gehört wurden. Bescheidene, kleine Worte aus denen zuhörenswerte, große Geschichten formuliert werden können. Mit etwas Spürsinn und offenem Ohr bietet ein Tag auf der Insel eine unglaubliche Mischung aus spannenden, berührenden oder fantasiereichen Erlebnissen. Manche sind klein, andere wiederum so groß und tief, dass diese danach verlangen, mit Worten gemalt zu werden. Dabei sind es häufig die kleinen, scheinbar zufälligen Begebenheiten, die auf eine große Geschichte hindeuten: das anfangs belanglose Gespräch in der Bar, das bei mit einem zweiten und dritten café con leche verlängert wird, weil die Zeitung über Pinochet schreibt und ein paar dahin geworfene Fragen und Kommentare zu einer ergreifenden Erzählung einer mehrjährigen Flucht durch Südamerika animieren. Oder das alte Stadthaus, das neugierig und spontan besucht, sich als historische Perle entpuppt – mit dem großen Spiegel im geheimen Prachtsalon, in dem sich schon Napoleons Verwandte gespiegelt haben dürften und dessen heutige Besitzer bei langen Gesprächen im paradiesischen Patio eine große Familiensaga zu erzählen haben, die Mallorca mit Südamerika verbindet. Oder der hilfsbereite – und bei den schweren Taschen gern akzeptierte – Taschenträger in unauffälligen Jeans, der seinen Traum auf einer romantischen Finca lebt und von dort aus die Geschicke eines Konzerns lenkt.
Schade, dass viele dieser Geschichten kaum Gehör finden, dabei sind es Geschichten, die erlebt und die weiter gelebt werden wollen; als dickes oder dünnes Buch. Als Lebensgeschichte oder Episode. Wahrheitsgetreu oder fantasievoll angereichert. Für die Öffentlichkeit oder als ganz individuelles, handsigniertes Geschenk für die wichtigsten Menschen. Mallorca ist einzigartig reich an unterschiedlichsten Menschen mit bunten Erlebnissen. Diese sind es wert, liebevoll gebunden zu werden, auch wenn dies vielen der Erzähler vielleicht noch nicht bewusst sein mag!
März 4, 2009
Kleine AIDA
Seit Wochen wird für die große Schiffstaufe des neuen AIDA-Schiffes in Palma geworben, aber anscheinend ist wenig Raum zum Feiern – zumindest für die Presse. Leider habe ich den Verdacht, dass die einheimische Bevölkerung für das so umworbene Ereignis mal wieder nicht eingeplant ist. AIDA ist deutsch, die Kunden sind vorwiegend deutsch und damit bleibt für Mallorca wieder mal nur Raum als attraktive Location. Schade, dass sich die Mallorquiner für Geld mit einer Nebenrolle zufrieden geben. Deshalb wird auch die AIDA-Taufe wieder eines der typischen Events werden, bei dem deutsche Prominenz glänzen darf, sich ein paar Vertreter der mallorquinischen Regierung über ihre Alibi-Einladung freuen und Mallorca als berühmter Schauplatz herhalten darf
Vielleicht sollte ich mit meinInselfreunden unangemeldet zur Party gehen? Oder besser nicht, denn ich möchte nicht erleben, wie sie auf ihrer eigenen Insel, ihrem Zuhause, respektlos abgewiesen werden.
Mallorca Zeitung schreibt über café con leche
Wenn schon ein Interview, dann natürlich bei einem café con leche. Schließlich ist das die beste Inspiration, um über café con leche zu sprechen. Diesmal wollte die Mallorca Zeitung über Bücher berichten, die auf der Sonneninsel Mallorca entstanden sind. Erschienen ist der Artikel in der Ausgabe vom 26, Februar.
PS: Weil die Sonneninsel Mallorca seit Monaten mehr Regeninsel ist,hat sich die Motivation für meinen Folgeroman den dicken Wolken angepasst.


Das grösste Schaufenster Mallorcas